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Laufendes Projekt


Abstracts

"Kulturelle Übersetzungen"

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Verpflanzung von juristischen Begriffen: Kulturelle Übersetzung von Menschenrechten

Reetta Toivanen  (Helsinki)

Überall auf der Erde formulieren Mitglieder unterschiedlicher sozialer Bewegungen ihre Ansprüche in der Sprache der internationalen Menschenrechte. Egal ob man mit Kildensaamen in einem kleinem Dorf auf der Kola Halbinsel spricht oder mit Vertretern der Protestbewegungen des Prekariats in Spanien, sie alle verwenden einzelne Rechte oder die Gesamtheit der internationalen Menschenrechte und die dahinterstehenden Werte als eines ihrer Argument im jeweiligen sozialen Kampf. Wie werden die Ideen der internationalen  Menschenrechtskonventionen ein Teil von lokalen sozialen Bewegungen und von lokalem rechtlichen Selbstbewusstsein? Auf welche Weise  beeinflussen sie, wie wir unsere Gesellschaften betrachten? Welche Transfers und welche Übersetzungen finden in solchen Prozessen statt?


"Learning From..." - Kulturalisierung, Modernekritik und Kolonialismus

Serhat Karakayli (Berlin)

Serhat Karakayali geht in seinem Vortrag der Frage nach, wie Konzepte urbaner Planung im kolonialen Kontext erprobt wurden und wie diese Erfahrung einen Beitrag zur Transformation der  postkolonialen Gesellschaften in den Metropolen geleistet  hat.  Ausgangspunkt  der Untersuchung ist die Praxis europäischer Architekten und Urbanisten im kolonialen Nordafrika. Ihre Arbeit führte zu einer Revision der internationalen Debatte um den urbanen Raum. Diese Revision rekurrierte auf Topoi, die durch die Konfrontation der Architekten mit den so genannten Bidonvilles,  spontanen Siedlungen nordafrikanischer Binnenmigranten, entstanden waren. Die Beobachtung des selbstorganisierten Alltags der Menschen veranlasste die europäischen Planer, neue, modernekritische Konzepte zu entwickeln. Die Kritik an „Planung“, wie sie in Nordafrika von den europäischen Architekten formuliert wurde, kommuniziert mit der Kritik an einer Normierung, wie sie charakterisch für den Fordismus ist.  Die These lautet, dass die im Kolonialzusammenhang entwickelten Kritikrepertoires  nicht nur in die Tätigkeit von Stadtplanern in den Metropolen Eingang finden, sondern darüber hinaus in weitere modernekritische Diskurse, die schließlich in einer radikalen Gesellschaftskritik und den kulturellen Umbrüchen der 1960er Jahre münden. Die Übertragung der kulturellen Praktiken der "kolonisierten Anderen" in den Kontext der Gesellschaftskritik unterschlägt aber nicht nur die Bedingungen der kolonialen Wissensproduktion. Vielmehr operiert die kulturelle Übersetzung als eine "Politik der Zeit". Die Praktiken der Bewohner der Bidonville und anderer Siedlungen in den Ländern des Südens konnten als Modelle fungieren, weil sie als anthropologische Bestände gedeutet wurden.


(Nur) Sprachideologien? – Übersetzungsprozesse zwischen Erfahrung und Politik oder Versuch einer Feminisierung des Rechtsdiskurses in Polen

Anika Keinz (Frankfurt(Oder))

Kurz nach dem Zusammenbruch des Sozialismus in Polen führten Proteste gegen die Einführung eines restriktiven Anti-Abtreibungsgesetzes zu heftigen Debatten über den Status von Frauen, Geschlechterverhältnissen und Chancengleichheit in der neuen Demokratie. Im Zuge dessen gründeten sich die ersten Frauenorganisationen. Die Anerkennung von Frauenrechten als integraler Bestandteil der universellen Menschenrechte 1993 in Wien, die Einführung der Kategorie Gender in die internationale Politik mit der Aktionsplattform (Platform of Action) auf der Weltfrauenkonferenz in Peking 1995 und schließlich die EU-Direktiven und das Gender Mainstreaming Programm der EU, boten den Frauenorganisationen ab Mitte der 1990er Jahre Instrumente, um politische und soziale Rechte für Frauen zu diskutieren und zu fordern.

In meinem Beitrag werde ich der Aneignung eines „internationalen Gender-Vokabulars“ seitens Frauenorganisationen in Polen und den Debatten, die eine solche „neue Sprache“ im politischen Feld in Polen auslöste, nachgehen. Dabei konzentriere ich mich auf zwei Aspekte: erstens, wie das Aufgreifen einer „internationalen“ Sprache es erlaubt, Erfahrungen in eine Sprache der Politik zu übersetzen. Inwiefern liefert diese „neue Sprache“ ein Vokabular, um gegen Formen der Ungleichheit vorzugehen und Themen wie Diskriminierung und häusliche Gewalt zu einem Gegenstand der öffentlichen Debatte zu machen? Zum Zweiten frage ich, auf welche Weise diese „neue Sprache“ das kulturelle Verständnis, das an einen Begriff oder ein Konzept gebunden ist und das soziale und politische Strukturen sprachlich transportiert, verändert. Welche kulturellen Übersetzungsleistungen werden, neben der oft umständlichen sprachlichen Übersetzung, dabei augenscheinlich und welche gesellschaftlichen Divisionen werden dabei verhandelt? Dabei richte ich meinen Blick auf die Wahrnehmungsverschiebungen, indem ich frage, auf welche Weise „internationale“ Begriffe lokale Verhältnisse rekonfigurieren bzw. nationale Ideologien (oder auch Narrative) in Frage stellen. Diese Fragen werde ich am Beispiel diskursiver Differenzen, die die Europäisierung und Transnationalisierung von Gender und Frauenrechten in einem bestimmten, nämlich dem polnischen „nationalen“ Diskurs erzeugt(e), konkretisieren.


Nomadism of Color: Waste, color, empires in India

Natasha Eaton (London)

This paper will analyse the cross-cultural agency of color in relation to 19th-century material, aesthetic and philosophical practices. It will question the relationship between mercantile fetishism, artistic production and the economics of pigment circulation in South Asia with a focus on Sufism, emergency and colonial political economy. It will also examine vernacular tactics of resistance in terms of the Indo-Islamic investment in the 'shimmer' and explore a genealogy for such issues in contemporary engagements with color.


Westliche Technik. japanischer Geist: Künstlerische Materialien als Medien der Übersetzung

Vera Wolff (Hamburg)

In Japan hat die Ölmalerei keine historisch verankerte Tradition. Systematisch eingeführt wurde sie erst ab dem Jahr 1876, als das Wirtschaftsministerium die Tokioter Hochschule zur Vermittlung der künstlerischen Techniken des Westens gründen ließ. Das Projekt folgte einem Prinzip der Modernisierung Japans, das als „wakon yosai“ – ‚japanischer Geist, westliche Technik’ – bezeichnet wurde. Die japanische Ölmalerei stieß im Westen jedoch auf Ablehnung: Mit solchen Imitationen verspiele das Land sein kulturelles Erbe. Auch in Japan selbst war ihr Import nicht unumstritten: Die gezielte Aneignung moderner Techniken, mit der Japan seine Kolonialisierung verhindern wollte, kritisierten Intellektuelle und Kulturfunktionäre wie Okakura Kakuzo als eine Form der Verwestlichung. In Abgrenzung dazu initiierte Okakura gemeinsam mit einem in Japan lehrenden Amerikaner, Ernest Fenollosa, eine moderne Schule, die die klassische japanische Malerei, die in traditionellen Techniken mit wasserlöslichen Pigmenten auf Seide oder Papier ausgeführt wird, wiederbeleben sollte. Von der Materialität dieser Malerei leiteten sie eine spezifisch japanische Ästhetik ab, die sie mit Hilfe der idealistischen Philosophie des Westens legitimierten. Damit hatten Okakura und Fenellosa eine besonders subtile und, wie sich zeigen läßt, besonders erfolgreiche Variante des „wakon yosai“ erfunden.

Mein Vortrag wird von diesem exemplarischen Versuch einer kulturellen Übersetzung ausgehen und die Wirkungen und Verwerfungen nachvollziehen, die die Übertragung einer künstlerischen Technik aus einem kulturellen Kontext in einen anderen haben kann. Anhand der Frage, welche ikonographischen Bedeutungen den Techniken und Materialien der japanischer Malerei in der Folge zugewiesen und wie sie von künstlerischer und theoretischer Seite reflektiert wurden, wird mein Vortrag die Diskursgeschichte der japanischen Malerei kursorisch bis in die Gegenwart verfolgen.


Gehirnsprünge. Zur Gehirnveränderung durch Medien

Klaus Theweleit (Karlsruhe/ Freiburg i. Breisgau)

In seiner Space Odyssee 2001 lässt Stanley Kubrick die Menschwerdung des Affen damit beginnen, dass einer von ihnen, der zum Knochenabnager mutiert ist, entdeckt, dass dieser Knochen auch als Schlagwerkzeug zu gebrauchen ist: Waffe und Soundgerät -  ein Gehirnsprung. Der Vortrag setzt bei späteren solchen an. Stichworte: Höhlenmalerei; Domestizierung von Haustieren (=Züchtungsprozesse); Metallguss, Vokalalphabet, Nautik, Geometrisierung des Raums, Linearperspektive in Früh- und Spätrenaissance. Bis zum Beginn der Conquista 1492 hat sich so in Eurasien ein Gehirntyp entwickelt, der sich in lauter separaten Technologieanwendungen manifestiert. Seine 'Überlegenheit' über den Rest der Welt in einem machtpolitischen Sinn besteht in der allseitigen Anwendung seiner medialen Kulturtechniken (nicht bloß in der der Waffen). Kulturtechniken, die sich insbesondere für die indigenen Völker Amerikas und Afrikas als 'unübersetzbar' erweisen. Ab 1900 dann die weiteren Sprünge (Tonaufzeichnung; Film). Erkenntnisse der neueren Hirnforschung belegen die entscheidende Wirkung solcher kultureller Prozesse für die jeweils neuen, aktuellen Synapsenschaltungen der menschlichen Hirne. Und: der heutige Elektronisierungsprozess ist global. Was folgt daraus für die Barrieren zwischen den Kulturen?


Zum politischen Übersetzungsbegriff

Boris Buden (Berlin)

Politischer Liberalismus machte Gebrauch vom Begriff der Übersetzung an einer der empfindlichsten Stellen in seiner Theorie des liberaldemokratischen Staates – an der Grenze zwischen der privaten und öffentlichen Sphäre – und zwar um die Übergriffe des religiösen Glaubens abzuwehren, die drohen das säkulare Fundament der demokratischen Ordnung zu zerstören. Übersetzung bildet ihre letzte Verteidigungslinie, die ultimative Grenze der liberalen Toleranz. Es war zuerst John Rawls, der mit seinem berühmten Translational Proviso (1997) die Möglichkeit eingeräumt hat, dass Bürger auch mit ihren religiös motivierten Gründen an der politischen Öffentlichkeit teilnehmen aber nur soweit diese Gründe in die allgemein zugängliche Sprache der öffentlichen Vernunft übersetzt werden. Habermas übernimmt und erweitert die Bedeutung dieses Übersetzungsvorbehalts. Er versteht Übersetzung als eine Art Filter, der die Sprache der politischen Öffentlichkeit vom fremden,  religiösen Inhalt säubert und in der Form eines universalistischen Sprachextrakts „allgemein zugänglich“ macht. Doch das impliziert ein Paradoxon: Warum eine „allgemein zugängliche“ Sprache eine Übersetzung braucht?

 

Judith Butler zwischen Inszenierung und politischer Handlung oder zur deutschen und polnischen Übersetzung von „Gender Trouble“

Bożena Chołuj (Warschau/Frankfurt (Oder))

Nach beinahe zwanzig Jahren wurde Judith Butlers „Gender Trouble“ ins Polnische übersetzt. Ihre Ideen zur Kritik des politischen Subjektes in sozialen Bewegungen und in der Politik kursieren jedoch bereits seit Mitte der neunziger Jahre in Polen. Haben wir es mit zwei Übersetzungsformen zu tun, einer kulturell-politischen und einer textuellen? Ist die textuelle Übersetzung eine Form, in der alle anderen ihre Versprachlichung finden, die erst nach Erscheinen von anderen Texten möglich ist? Am Beispiel der Rezeption des Buches von Judith Butler in Deutschland und Polen versuche ich mich dem Problem der Übersetzung in zweierlei Hinsicht zu nähern. Zum einen analysiere ich beide Übersetzungen in Bezug auf ihre Hauptbegriffe, die im Text vor dem Hintergrund der jeweils dominanten Diskurse vor Ort agieren. Zum anderen stelle ich Reaktionen auf Butlers Ideen in beiden Übersetzungsversionen dar, die sich aus der jeweils politischen Situation der Frauenbewegung und aus den Denkzwängen/ Traditionsbeharrungstendenzen beider Kulturen, der deutschen und der polnischen ergeben.

 

Tägliche Verunsicherung: Übersetzungsprozesse zwischen Alltagserfahrung und neuen Sicherheitsdiskursen

Katharina Eisch-Angus (Regensburg/Frauenau)

Das Vokabular der ‚Sicherheit’ beherrscht zunehmend die öffentlichen Leitdiskurse in Politik und Gesellschaft. Bereits anhand der Auseinandersetzungen um den europäischen Terrorismus der 1970er Jahre setzte Michel Foucault das Sicherheitsdispositiv als Movens einer neu aufscheinenden Gesellschafts- und Machtstruktur – was jedoch nur dann möglich ist, wenn diese Diskurse auch in alltägliche Erfahrungswelten eingeschrieben werden. Um dort Relevanz und Realität zu gewinnen, müssen sie an die täglichen Verunsicherungen des Alltags anknüpfen und sich in lebensweltliche Kommunikationsflüsse und Schutzstrategien einklinken.
Diesen Übersetzungsprozessen soll mithilfe der semiotischen Kulturtheorie Jurij M. Lotmans nachgegangen werden: Kultur wird hier per se als Kulturwandel konzeptionalisiert, der sich dialogisch über kulturelle Übersetzungsakte vollzieht.

Der Beitrag will am Beispiel einer subjekt- und prozessorientierten, ethnographischen Feldforschung im südwestlichen England die kommunikativen Vermittlungen zwischen aktuellen Sicherheitsdiskursen und subjektiver, lokalisierter Erfahrung sichtbar machen. In nachbarschaftlichen Kontexten – als Grenzzonen zwischen Öffentlichkeit und Privatheit – wird dem alltäglichen Umgang mit Bedürfnissen und Anforderungen der ‚Sicherheit’ in Symbolisierungen und Alltagspraxen, in Anpassungsleistungen und Widerstandsstrategien nachgefragt. Die neue Kultur der ‚Sicherheit’ entfaltet sich in den Ambivalenzen des Sicherheitsbegriffs, aber auch den kreativen Potenzialen, die Lotman in der generellen Unvollständigkeit und Gebrochenheit kultureller Übersetzung sieht.


Eigensinnige Übersetzung(en) - Ästhetische Praktiken und subversive Re-Präsentation von Macht

Klaus Schönberger (Zürich)

Im Zuge des Aufkommens der transnationalen sozialen globalisierungskritischen Bewegungen und dem Bedeutungszuwachs der Neuen Medien entwickelte sich eine Form von politischem Aktivismus, der stark auf künstlerisch-ästhetische Momente setzt. Hierbei wird sowohl im Kontext von politischem Aktivismus und im Rahmen von Konzepten politisch eingreifender Kunstpraxis auf eine Form von Protest zurückgegriffen, die sehr stark von Techniken des Dadaismus, Surrealismus, Situationismus, Fluxus, Aktionskunst, elektronischer Musik und des Neoismus geprägt sind. Im Rahmen dieses Aktivismus sind Praktiken des Happenings, des Cut-ups, der Collage und der Montage, des Mashups, des Zitierens und des Remix geläufig. Der Anspruch der hiermit angerufenen künstlerischen Avantgarden, den Kunstbegriff wie auch den Kunstbetrieb hinter sich zu lassen, wurde dabei weniger im Rahmen des Kunstkontextes realisiert, als vielmehr dem Feld der politischen Intervention.

Konkretisiert werden sollen diese Überlegungen anhand der europäischen Rezeption des „San Precario“ beziehungsweise des „Heiligen Prekarius“, eines in Italien erfundenen Schutzheiligen der prekär Beschäftigten. Hier werden traditionale Vorstellungen von Heiligen (ästhetisch wie hinsichtlich der Funktion) aufgegriffen und in einer offenen Camouflage gegen die prekären Arbeitsbedingungen gewendet. Hierbei treten Aktivistinnen und Aktivisten auf öffentlichen Plätzen, in Supermärkten, bei Filmfestivals, Modeschauen oder eben auch bei karnevalesk durchgeführten Prozessionen mit von ihnen selbst gestalteten San Precario-Figuren in Erscheinung. Der Auftritt ist jeweils als kultischer Ritus konzipiert und mit entsprechender Ikonographie, Hagiographie und dem katholischen Glauben nachempfundenen Praktiken der Heiligenverehrung verbunden. Diese Praktiken beziehen sich unmittelbar auf die katholische Tradition, mit von Gläubigen getragenen Heiligenstatuen Prozessionen durch Dörfer, über Felder und im städtischen Raum durchzuführen und spielt auf die in der christlichen Hagiographie überlieferten Mentalschablonen „invocatio und imitatio“ und den mit ihnen verbundenen Praktiken der Anrufung und des Nacheiferns an. Hier sollen die Menschen nicht getäuscht werden, aber die hegemoniale (katholische) kulturelle Grammatik wird imitiert, zitiert und in einen anderen Kontext übersetzt: Persistenz und Rekombination.


The Unsuitable Avant-Garde? Postwar Art Histories in Brazil and Japan

Pedro Erber (Ithaca)

The paper explores two instances of mobilization of temporal categories in the understanding of the status of avant-garde art in the “periphery” or “non-Western” world; it juxtaposes Ferreira Gullar’s 1967 Avant-Garde and Underdevelopment (Vanguarda e Subdesenvolvimento) and Sawaragi Noi’s 1998 Japan/Contemporary/Art (Nihon/Gendai/Bijutsu) and critically examines their conceptualization of the local temporalities of Brazil and Japan in opposition to an imaginary standard temporality of Western art.

 

Brothers in Disciplinary Arms as Others: How Crosscultural Communication is  Curbed in Anthropology

Michal Buchowski (Poznań/ Frankfurt (Oder))

Anthropology’s rationale for its existence has always been cross-cultural translation and, more recently, trans-cultural communication as well as facilitation of understanding between people. Many spent their lives arguing about philosophical possibilities and pragmatic circumstances of transferring meaning from one cultural context to the other. It is enough to mention hectic debates between rationalists and relativists that lasted for decades. Many authors were also torn between scientifically rigorous methods (often connected with the ‘ethic’ style of study) and hermeneutic empathy that should facilitate understanding (‘emic’).  These highly interesting approaches to the issue of the way cultural sense produced in exotic societies can or should be transmitted to the other societies in a way preserving their original connotation have improved anthropological reflexivity. However, these deliberations have  often ignored relations of power that are always involved in the meeting of two people/groups. Seemingly innocent and philosophical issues acquire a radical social dimension.  In order to present some of these problems I will go the heart of anthropology itself. By analyzing practices of anthropologists studying alien for them cultures, especially Central European ones, and their relations towards local scholar’s  expertise, I will show how location in the hegemonic centers allows their representatives to ignore native scholar’s voices. Making disciplinary Others and establishing an assumed hierarchy of knowledge silences the indigenous voices and hampers intercultural communication in the community that – paradoxically – presents itself as intercultural mediators.